Übersichtskarte

Montag, 19.10.2015

Auf den Spuren des Schatten des Windes

Wer mich kennt, weiß um meine Liebe zu Büchern, meine Träumereien und meine Begeisterung für alles außergewöhnliche, besondere was sich abseits der großen Wege findet und entdeckt werden muss, anstatt sich bereitwillig preiszugeben...
Freitag, 16.10.2015

Tag 2: versteckte Ecken und endloses Panaroma

Der Tag begann mit dem typischen inkludierten hostel - Frühstück... Nomnom Plastik-croissants und o-saft aus obskurem Pulver. Rockt.

  Direkt im Anschluss haben wir uns mit einer free walking Tour auf den weg gemacht, die Stadt zu entdecken.
Unser Tour- Guide Roberto, ein Mexikaner der in Barcelona seinen master in Kunst und Geschichte gemacht hat, hat uns einen ganz besonderen Blick auf Barcelona ermöglicht und uns gezeigt, wie die Stadt erzählt, Geheimnisse enthüllt, Geschichten preisgibt, wenn man genau hinsieht und bewusst wahrnimmt und die Hinweise, Symbole, Wegmarke, Zeitzeugen findet, die teils versteckt, teils zu offensichtlich sind um bewusst gesehen zu werden...

Zwei einhalb Stunden sind wir durch das barrio gotico , das älteste viertel der Stadt gestreift, haben eine Zeitreise unternommen, von der Stadtgründung bis zum Franquismus, Dinge erfahren über Religion und Politik, Kunst und Korruption.

Dank Roberto haben wir in dem muslimischen viertel in einem tollen Restaurant unser Mittagessen genossen - außergewöhnlich, scharf, unglaublich Lecker und erstaunlich günstig.
Nach dem Mittagessen ging es weiter mit "Mainstream Tourismus" statt alternativer Routen: Mont jüic!
Der Weg hat sich aber mehr wie nur gelohnt. Spektakulärer Ausblick über die Stadt, Kunstwerke von Gaudí und tolle Spazierwege zwischen riesigen, alten Bäumen...
während Touristenströme sich in die bekanntesten Plätze gedrängt haben, haben wir in einer der bekanntesten Sehenswürdigkeit ein paar Runden Karten gespielt... Die Pause hat gut getan und Spaß gemacht, mit neuer Energie ging es dann zurück in das Stadtzentrum, mit einem Schlencker über la rambla zurück ins hostal.
Zum Abendessen sind wir in eine Tapasbar mit einer enormen Auswahl an diversen pinchos , danach in die Bar unseres Hotels für Cocktails zu Spottpreisen und weiteren Runden des Kartenspiels...
Mit schmerzenden Füßen und Rücken bin ich relativ früh (vor zwei Uhr!!) in mein Stockbett gefallen um ein wenig Schlaf zu bekommen, bevor ich mich erneut in den Gassen verliere und von ihrem Zauber in eine andere Welt tragen lasse ...
Donnerstag, 15.10.2015

¡Barcelona! Vamos a la playa...

Zaragoza, estación de autobuses delicia, 7.35 Uhr, nach 4 Stunden schlaf, frierend und mit meinem geliebten 40-liter-Rucksack auf dem rücken und in Begleitung meiner großartigen "francesitas" Marie, Laura, Aurelie und Melissa -
Der Startschuss für vier Tage Barcelona fällt!
Ich bin total glücklich, vorfreudig und aufgeregt, endlich die Gelegenheit zu haben, Barcelona kennen zu lernen.

Die Busfahrt haben wir fünf komplett verschlafen, wie zu erwarten war. Viel verpasst haben wir bestimmt nicht und die nächsten vier Tage werden auch ausgeschlafen anstrengend genug ;)

Nach zehn Minuten in Barcelona hat mich die Stadt verzaubert, gefangen und betört. Wie schön du bist, Barcelona...!

Nach einem kleinen Mittagessen, check-in im hostel, abladen  der Rucksäcke sind wir los gezogen um die Stadt zu erkunden. Da abends Violaine und Mathilde nachkommen, warten wir mit den Sehenswürdigkeiten bis morgen. Das lässt uns Zeit einen ziellosen, entspannten Spaziergang durch die Stadt bis zum Strand zu unternehmen.
T-shirt- Wetter, Wellenrauschen,  im Sand liegen und das erste Bier in Barcelona trinken - das absolute Urlaubsgefühl und das Mitte Oktober..!

Um neun Uhr gings zurück zum Bahnhof, um Violaine und Mathilde abzuholen und von dort in die bar la republica zum Abendessen. Um für den nächsten Tag fit zu sein, gings früh ins Bett. Soviel wartet darauf erkundet, entdeckt, gesehen und genossen zu werden...!
Dienstag, 13.10.2015

Fiestas del pilar - Grundlos feiern Teil I

¡Fiestas del Pilar!

 

Oder auch: Die Stadt ist Rot-Schwarz, von Menschen-Massen erfüllt, sieben Tage wach, überall ist Musik, überall sind tanzende Menschen - Spanisches Fiesta-Leben eben!

So ganz grundlos wie mein Titel behauptet, sind die Fiestas del Pilar allerdings doch nicht. 

Die 10-Tägige Feier-Laune begründet sich auf Festen zu Ehren der Virgen del Pilar, der Patronin / Stadt-Heiligen von Zaragoza. Neben Ständen mit Essen aus allen Regionen Spaniens, fliegenden Händlern mit absolut echten Edel-Marken-Produkten (Kaufen Nike, echte Nike, Guggi haben? Dolce und Gabana wollen?), Schmuck, Ansteckern, Mützen, Bildern, Postkarten, Andenken usw. usw., lebenden Statuen, Breakdance-Artists, Strassenmusikern gibt es auf dem Platz, auf dem sich auf die Basilika del Pilar (eben jener Patronin der Stadt) befindet jeden Abend ein Konzert (natürlich Eintritt frei) - von Reaggeton über den traditionellen Jota (aragoneische "volksmusik") bis Electro ist alles vertreten-, drei weitere Partylocations und natürlich Tradition.

Tradition in Form  von Faschings-Umzugs-Wagen-Ähnlichen Gefährten die durch die gesamte Stadt Paraden veranstalten und dabei auf den Wägen Musik spielen (teils live, teils good old CD-Player) und Statuen / Figuren / verkleidete Menschen präsentieren die endweder politischen oder religiösen Hintergrund haben oder beides gleichzeitig oder einfach lustig sind.

Ebenso traditionell ist die "Ofrenda de flores". An diesem Tag kommen Menschen aus ganz Spanien nach Zaragoza um der Statue der Virgen den Pilar Blumen zu bringen. Die Stadt ist komplett vollgestopft mit Menschen und Blumen, die Hauptwege abgesperrt, damit Ordnung rund um die Virgen del Pilar herrscht, sehr viele tragen Tracht der jeweiligen Region (Ein wirklich fantastischer Anblick, die verschiedenen Trachten Spaniens auf einmal sehen zu könnne... und wie schöööön die Frauen und wie unglaublich niedlich die Kinder sind...!!) und schlussendlich ist die Statue der Virgen del Pilar in ein Kleid aus Blumen/ Blumengestecken gehüllt...

 

Besonders schön war für mich der Moment, in dem der angesagte Electro-Dance-Mix-Whaever-DJ der tobenden, tanzenden, betrunken Menge vor der Bühne zuruft "Viva la Virgen" und die Antort "Viva la Virgen del Pilar" (Zu Deutsch: Es lebe die Jungfrau, Es lebe die Jungfrau des Pilar) tausendfach über den Platz hallt, während auf den vier Grossleinwänden quasi unbekleidetete Damen Pole- / GoGo Dance zum besten geben. Yeah, Viva la Virgen!

Tradition und Ursprung hin oder her, es ist ein unfassbares Spektakel wenn sich tausende Menschen auf den Strassen und Plätzen treffen, gemeinsam tanzen, feiern und einfach geniessen, was das Leben gerade so bietet, unabhängig von Wochentag, Wetter und Alter. Von den Babies in den Kinderwägen bis zu Omi und Opi mit Rollator ist alles vertreten, die meisten Geschäfte liegen mindesten Montag und Dienstag noch still und die Uni hat sowieso zu- weil keiner kommt und weil auch die Professoren wissen wie man feiert. Spanien eben!

¡Viva la Virgen! danke Zaragoza für ein weiteres Erlebnis in einer Reihe von spektakulären Erinnerungen!

Freitag, 02.10.2015

Deutsch-Spanische Betrachtungen: Übersetzungen

Übersetzungen

 

Das die Deutsche Sprache vernachlässigt, von Lehn-und Fremdwörtern überflutet und ver-englischt wird, hört man in den eigenen Landesgrenzen ja oft genug. Drastisch vor Augen geführt, wie hoch der Anteil an eingedeutschten bzw. entlehnten Worten im Deutschen Sprachschatz ist, hat es mir die spanische Sprache.

"Hogar Dulce Hogar" habe ich ja bereits erwähnt. Der hübsche spanische Ausdruck für "home sweet home". Die deutsche Entsprechung- ääääh... richtig. Es gibt keine!

Weiteres Beispiel: "el móvil" oder "el portátil"   - die jeweilige Übersetzung für die deutschen (!) Worte "Handy" und "Laptop". Ihr merkt, worauf ich hinaus will, oder?! :D

Richtig unterhaltsam wirds allerdings, wenn Fremdworte tatsächlich in die spanische Sprache integriert, statt übersetzt werden. Das Ergebnis sind dann Kleindode wie

  • el mitin (meeting)
  • el güisqui (whisky)
  • el cóctel (Cocktail)
  • el bistec (von beef steak abgeleitet)
  • el disyoqui (disc jockey)
  • el líder (leader)
  • footing oder auch fútin (von foot + jogging abgleitet)

Ich könnte mich stundenlang mit diesen Sprachspielereien beschäftigen. Ebenso herrlich ist für mich die englische Aussprache der meisten [! es gibt einige Ausnahmen] Spanier. Oftmals muss ich zweimal hinhören oder dreimal nachfragen bis ich kapiere was ich meine, z.B. wenn aus "Pulp Fiction" (bitte englisch lesen ;) ) das "puulp ficschión" (bitte spanisch lesen und unbedingt das O betonen!) wird. Nicht falsch verstehen- ich möchte ich mich unter keinen Umständen lustig machen, im Gegenteil! Eigentlich ist es der spanischen Politk unverzeihlich, in welchem Zustand das spanische Bildungssystem ist - kurzer Exkurs:

Der Englisch-Unterricht erfolgt an spanischen Schulen (selbst bis Abitur-Äquivalente-Abschlüsse fünf cent in die Alliterationskasse) auf spanisch. Die Lehrer haben oft (! NIcht alle- auch hier gibt es Ausnahmen!) keinen nennenswerten Zeitraum in einem englischsprachigen Land verbracht. Kommunikation im Klassenzimmer und da warens schon zehn cent? Fehlanzeige. Ist mir völlig schleierhaft, wie dies als pädadogisch sinnvoll erachtet werden kann, aber gut, Exkurs Ende fünfzehn.

Der absolute, absolute Höhepunkt des spanischen Integrationswillen bezüglich fremder Sprachen ist für mich allerdings unangefochten die Übersetzung eines Namens (!) in einer bekannten Fernsehserie (die auf einer literarischen Vorlage basiert, *räusper*)

Meine Damen und Herren, um wem handelt es sich wohl, wenn in Spanien von

Jon Nieve

[an dieser Stelle hätte ich wahnsinnig gerne kleine Schneeflöckchen über den Bildschirm tanzen]

die Rede ist?

Ein kleiner Hinweis für alle, die jetzt noch nicht fassungslos mit offenem Mund den Kopf schüttel... "Nieve" ist das spanische Wort für "Schnee", was im englischen wiederum ... jaaaa jetzt hat der Witz spätestens gezündet :D

Jawohl. So ist das hier mit den integrationsfreudigen Spaniern (oder auch "Cockel Spanien" wie David in voller Inbrunst seiner gesammelten Deutschkenntnisse¹ gerne behauptet)

Ihr seht- die gute Laune habe ich trotz Bett-Hüten nicht verloren bzw. inzwischen wiedererlangt.

Mit einem freudigen strahle-grinsen, einem heftig-idotischen Winken und einem herzlichen "Kartoffel Polizei" entlasse ich euch aus den Fängen meiner literarisch anspruchsvollen Ergüsse. Habt´s gut meine Lieben, ich denk an euch!

 

¹ Seine Deutschkenntnisse stammen aus einem illustren Aufenthalt in Slovenien, wo er wiederum Deutsche Jungs seines Alters kennen lernte. Dementsprechend eloquent ist sein Vokabular. Immerhin ergeben sich aus den einzelnen Worte ganze Sätze, sogar relativ informativen Gehalts, wenn man die Wichtigkeit der "Kartoffel-Polizei" bedenkt. ("Achtung, ich bin Kartoffel-Polizei. Ruf an! Kartoffel, Kartoffel, Swieeebel? Oh nein, Niiiarcht Swieeebel!")

Donnerstag, 01.10.2015

Deutsch - Spanische Betrachtungen: Einleitung und Das WG Leben

Momentan gibt es leider wenig Schönes zu berichten - seit 5 Tagen liege ich mit grippalem Infekt flach. Hurra. Damit steht auch die Barcelona-Reise am Wochenende schwer in Frage.

Um die Laune zu heben, die Lücken meiner Berichterstattung zu füllen und weil mir ansonsten die Decke auf den Kopf fällt, gibt es jetzt hier einen ersten Eintrag, den ich den beiden Kulturen definitv schulde. Der große Kulturschock blieb bisher - wie zu erwarten war- aus. So weit bin ich nun auch nicht weg. Immerhin bin ich ja noch in Europa. Trotzdem ... immer wieder bin ich überrascht, belustigt, bereichert oder verwundert verschiedenen Situationen gegenübergestanden und aus ihnen hervorgegangen.

Ich war ja relativ gut gewappnet für mein Auslandsjahr in Spanien. Immerhin war ich bereits nach Spanien gereist ( und dann in die eigen(-willig-)en Regionen Galizien und Andalusien) und hatte bereits drei Semester Spanische Kulturwissenschaft hinter mir. Das die Uni auf das wahre Leben nicht so wirklich vorbereitet habe ich allerdings mal wieder selbst erfahren. Immer wieder.

Ich möchte keine Klischees pflegen, sondern auf liebevolle Art dieses so vielfältige, wunderschöne, aufregende Land betrachten - und dazu gehören alle Unterschiede. Ich strebe keinesfalls eine vollständige Liste an. Das ist a) unmöglich und b) ist dieser Eintrag so subjektiv wie jeder andere meiner Einträge auch... Ich will nur über die Stolpersteinchen (im positiven wie im ... nein, negativ ist das nicht mal wirklich...) berichten...

 

Fangen wir an mit ....

Das WG- Leben

Während in Deutschland noch fleißig gecastet, Nummern-Tafeln verteilt und Rankinglisten erstellt werden, ist in Spanien der Mitvertrag (Handschlag) schon längst unterzeichnet (ausgeführt). Anders als in Deutschland wird eine WG nicht als gesamte Wohnung an einen Haupt- und von dem aus dann weiter an Untermieter vermietet, sondern jedes Zimmern einzeln (natürlich abgesehen von den "Nutzräumen" wie Küche, Bad ect.). Das macht zum Einen die Wohnungssuche viel leichter, denn ich als Suchender kann mir meine Wohnung aussuchen und nicht andersrum, zum Anderen ist natürlich immer die Frage offen, wie das Zusammenleben so klappt. Manchmal wechseln die Mitbewohner auch relativ schnell, da ist es dann natürlich schwer, sich heimisch zu fühlen, manchmal klappt das Zusammenleben gar nicht so recht - da hilft dann um den eigenen Frieden willen nur Rucksack packen, weiter ziehen- aber manchmal hat man auch richtige Glücksfälle. So wie ich mit meinen drei Jungs! Das war von der ersten Whatsapp Nachricht an einfach passend... Die Trennlinien zwischen "ich suche eine Zweck-WG", "Ich suche keine Zweck-WG, aber eigentlich will ich meine Ruhe", "Ich will keine Zweck-WG, sondern eine zweite Familie, aber bitte nur unter der Woche, weil am Wochenende fahre ich zu meinen Eltern/ ist mein Freund Dauergast / lebe ich bei meiner besten Freundin/in der Kneipe..", "Ich will keine Zweck-WG sondern bitte eine neue Mutti, die sich um mich und meinen Kram kümmert" werden gar nicht erst gezogen. Die enstehen oder existieren von alleine, ohne darüber zu reden. Und mal ehrlich- das ist auch viel entspannter, denn bei mir hängt es tatsächlich von der Tages-, teilweise sogar der Stundenform ab, ob ich jetzt meine Kuschel-Wuschel-Flausch-WG brauche, in der die Jungs wie meine Brüder sind, wir gemeinsam rumalbern, einen Film ansehen oder uns mit Chips bewerfen (oder wahlweise alles gleichzeitig), ob ich froh darüber bin, einen ernsthaften Gesprächspartner für Themen wie die spanische Krise, Arbeitslosigkeit, Psychologie, Politik, das allgemeine Elend der Welt, Frauen und Mülltrennung¹ in einem meiner Mitbewohner zu finden² oder ob ich einfach nur in Ruhe und möglichst alleine lesen, für die Uni arbeiten oder ein neues Kochrezept ausprobieren will.

Die "perfekte" WG zu finden ist auch bei weitem nicht so wichtig wie in Deutschland. Das Verhältnis zum Hogar Dulce Hogar (= Home Sweet Home. Siehe dazu den Eintrag zu Übersetzungen ;) ) ist auch anders als in Deutschland. Wohnungen werden hier größtenteils möbliert vermietet (manchmal fühle ich mich, als würde ich bei meiner Omi leben :D ) und sind allgemein in der Wertigkeit nicht so hoch angesiedelt wie das gelobte Zuhause in Deutschland. Freunde und Bekannte trifft man sowieso in der Kneipe. Fußball wird in der Kneipe angesehen. Zum Ratschen trifft man sich auf der Straße (oder in der Kneipe oder im Supermarkt oder im Schuhgeschäft oder in der Tram oder....) und selbst gestrickt wird - in der Kneipe. Zu Kaffee und Kuchen in das Lederbecouchte Wohnzimmer laden? Typisch deutsch (sagen die Spanier). Zu Hause wird gegessen (auch nicht immer. Wozu gibt es hier Tapas? Oder das Menú al día zum Mittagessen- mit Vorspeise, Hauptgang, Nachspeise und Getränk ab 5€ zu haben.) und geschlafen. Natürlich ist das auch sehr allgemein gesprochen- unter Studenten sieht es natürlich nochmal anders aus als unter älteren Menschen oder Familien, aber im allgemeinen lässt sich dies als sehr grobes Bild schon so zeichnen....

 

 

¹Anmerkung: ich möchte hier mal klarstellen, dass die Aufzählung rein zufällig erfolgte und ich nicht Frauen und Mülltrennung in eine Gesprächsthemen-kategorie quetschen möchte!

² Natürlich alles Quatsch. Meistens bewerfen wir uns mit Chips und trinken dabei Bier.³

³ Auch das ist Quatsch.

Mittwoch, 23.09.2015

Cumpleerasmus

iiiiiGebuuuuuuuuuurtstaaaaaaaaaaaag!!!!

 

so richtig Geburtstagig war der Tag allerdings bis Mittags nicht wirklich - naja nur zur Hälfte. Richtig toll Geburtstagig war die zuckersüßeste Karte von Caro und der Brief von Mama und Uwe und Vallie, die ich heute früh gleich nach dem aufstehen aufmachen durfte <3 Außerdem gabs Torte zum Frühstück, da mein Mitbewohner Guillermo ebenfalls heute Geburtstag hat (und auch 24 wird... :D) - die Torte war ein monsterwerk, mit dem er uns alle umbringen wollte, so viel ist sicher (sie besteht zu 15% aus Sahne und 85% E-Nummern und Stabilisatoren :D :D )... Aber- Geburtstagsfeeling garantiert! :)

Pflichtbewusst wie das Mädchen nun mal ist, gings erstmal in die Uni- und damit ging der nicht-geburtstagige-Teil los... Stress mit tausenden Dokumenten, die alle unterschiedliche Fristen haben, von unterschiedlichen Personen unterschrieben werden müssen und uuuultra wichtig sind und dazu mein total verkorkster Stundenplan, der hinten und vorne nicht stimmt, in dem ich gleich mal Kurszeiten falsch eingetragen habe und laut dem ich auch noch heute Abend von 5 bis 7 in die Uni soll- ääääh nein! Denn: Heute ist mein Geburtstaaaaaaaaaaag..! Also, liebe Uni, du kannst mich mal!

Ab nach Hause, Mittagessen, Siestita...

Inzwischen sind etliche Geburtstagsglückwünsche per Whatsapp und Facebook eingetroffen, sowohl aus der Heimat, als auch aus diversen Teilen Spaniens ;) und in der "Cumpleerasmus-Facebook-Gruppe" steigt die Stimmung und die Vorfreude auf unser abendliches Ausgehen merklich. Sogar ein Geburtstagsständchen kam per Voice-Message von David an :) <3 Hach ja :)

Um neun war Skype-Date mit Caro verabredet. Ich also schick gemacht, frisch geduscht mit einem kühlen Bier in der Hand zum anstoßen vor den Laptop und -

Üüüüüüüüüüüüüüüüberaschung

 

die verrückteste, wunderbare, großartigste, liebste Beste Freundin der ganzen großen weiten Welt hat eine riesen Überraschungs-Skype-Party für mich organisiert!!! Uschi, Fischi, Beni, Chrissi und der Käptn waren im Wohnzimmer bei Caro, mit Pizza, Wein und einem großartigen Geburtstagsständchen für mich. Es gibt keine Worte dafür, wie sehr ich mich gefreut hab und wie sehr mich das berührt hat! Ich hab minutenlang geweint wie ein kleines Mädchen und konnte so gar nicht mehr aufhören... Das war einfach zu viel für die kleine Lisa! Ich hätte damit nie im Leben gerechnet, das war einfach das wunderbarste Geburtstagsgeschenk dass ich mir überhaupt hätte vorstellen können...

Caro- du verrückte, wunderbare, großartige, geniale beste Freundin: DANKE DANKE DANKE DANKE für dieses Geschenk! Ich liebe dich über alles, meine Kriegerprinzessin! Du bist einfach fantastisch!

Ebenso an Beni, Chrissi, Fischi, Uschi und Johnny, der mich extra noch über Skype angerufen hat sowie an Pat & Krissi, die ebenfalls an mich gedacht haben: Danke, dass ihr an mich denkt, egal wo ich bin! Danke, dass ihr meinen Geburtstag mit mir feiert, obwohl ich über zweitausend Kilometer weit weg bin.

Danke an meine großartige Familie & meine wunderbaren Freunde, die mir immer das Gefühl geben, geliebt, beschützt, nicht weit weg zu sein, egal wo sie (wie Jojo in Istanbul auf der Krankenstation :D ) oder ich gerade bin...

Der restliche Abend war eben so großartig- mit den verrückten, großartigen, liebevollen Erasmus Studenten, die ich die letzte Woche so kennengelernt habe, bin ich im Barrio San Fransisco (dem Studentenviertel) ausgegangen.

   

Die haben mich tatsächlich ebenfalls zum weinen gebracht- mit einer selbstgebastelten Geburstagskarte mit Glückwünschen in Spanisch, Deutsch, Englisch, Irisch, Tscheisch, Türkisch und Französisch und einer Flasche Tequiiiiiila :D

Gamz besondern gefreut hat mich das Geschenk von David- einem Plüsch-Äffchen in hellbraun/hellbraun mit riesigen blauen Kulleraugen, den wir auf Hans Corazón getauft haben...

Der Abend verlief großartig und super lustig mit diversen multi-lingualen Voice-Nachrichten (Ich bin eine Kartoffel, Guten Abend Fräulein, Achtung, Achtung, Ruf an!), viel Bier (auf meine LIebsten in der Heimat, Prost!!) und einem versehentlich gewonnenen Karaoke-Duett-Wettbewerb ... Yeah, so lässt sichs 24 werden :D

 

Danke, Mercie Beaucoup, Muchas Gracias, Thank you, tesekkür ederiz, dekuji vá und dankschee!!  

 

 

Montag, 21.09.2015

Erster Uni Tag :)

Mein erster Tag an der Universidad de Zaragoza war so herrlich klischeehaft, dass ich immer noch grinsen muss, wenn ich daran denke...

Lisa fröhlich und natürlich viel zu früh zielstrebig in die Uni gewackelt, den Raum sogar (zugegebenermaßen nach Fragen...) schnell gefunden (die Leute in der consejería (Info...dings) sind einfach so zuvorkommend- Ich musste regelrecht verhindern, dass mich einer an der Hand nimmt und zu dem Hörsaal führt...Deutschland, nimm dir ein Beispiel!) nur um festzustellen, dass an der Tür ein Zettel hängt, dass der Kurs bis auf weiteres nicht stattfindet. Aha :D

Praktischerweise hab ich ja nur fünf Minuten Fußweg zur Uni- also wieder heim und zwei Stunden später (ZWEI STUNDEN dauern hier die Vorlesungen :O Ich bin doch so perfekt 90-Minuten-Getaktet...) zurück in die Uni. Diesmal hat der Kurs sogar stattgefunden! Also hab ich mein Uni-Leben hier mit Ingles Academico II gestartet- und ZACK kam der Kulturschock... Meine (durchaus sehr fähige!) Dozentin hab ich oftmals kaum verstanden, aufgrund ihres spanischen Akzents...! Ich bin mir erstmal total dämlich vorgekommen, wie eine Grundschülerin am ersten Tag obwohl mein Englisch Niveau nicht viel zu meckern zulässt, musste ich mich wirklich anstrengen, um alles zu verstehen... Aber gut, nach einer Weile gings und jetzt kann ich nur noch hoffen, dass mein brav antrainierstes British-English keine Schäden nimmt :P

Morgen gehts weiter - mal schauen, welche Kurse dann stattfinden ;)

Sonntag, 20.09.2015

Ordesa, ¡que preciosa eres!

Damit hier keine falschen Eindrücke von dem Studenten-Leben als Erasmus Student entstehen, folgt hier der Bericht über einen großartigen Ausflug in den Nationalpark Ordesa y Monte Perdido.

Mit wenig Schlaf gings gleich um 8.30 Uhr los - den Schlaf haben wir dann im Bus auf der Hinfahrt nachgeholt. Eine weiße Entscheidung (bzw. Notwendigkeit :D ) weil der Tag doch recht anstrengend wurde... Wir waren aber schlussendlich doch nicht müde genug, um Abstand von allerlei Tonterías (Blödsinn) zu nehmen. Damit sind einige Bilder entstanden(Diogo: I just came to take bus-pictures), ich habe einige interessante Vokabeln gelernt (Diesmal waren es Tschechische Worte bzw. Sätze) und einiges über die Deutsche Sprache richtig gestellt (nein, es ist nicht zwingend was gutes, zu einem Mädchen zu sagen >>mein kleines Schnitzel<< )...

 

Gute 3 Stunden gings bergauf, bergauf und noch mehr bergauf - aber ¡Mereze la pena! (es hat sich gelohnt)... So etwas schönes hab ich selten gesehen- beeindruckende Felsmassive, tosende Wasserfälle und schier endlose Weite haben sich abgewechselt, bis wir schließlich am Wasserfall Cola de Caballo angekommen sind- nur noch knapp einen Kilometer von Frankreich entfernt!

     

 

 

 

 

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Samstag, 19.09.2015

La Fiesta de la Toga

Nach viel Text gibts jetzt viele Bilder! Denn: in diesem Fall sagen wirklich die Bilder mehr, als Worte ;)

Wie die Überraschst (und die Bilder) sagen- es war Fiesta De La Toga, Dresscode - rate mal - Toga!

Also ab mit den Mädels in die Stadt, weißen Stoff und jede Menge glitzi-bitzi-Zeug in Gold gekauft um ab 22 Uhr bei Marie in der Wohnung mit den Franzosen und Phillip, auch aus Regensburg, schonmal Bierchen (und mehr ) zu trinken und uns aus profanen Erasmus Studenten in gloreiche Diosas und Dioses zu verwandeln. Oder auch Apollo und Venus, Zeus und ... vollkommen egal. Göttlich war die Party allemal und zwar gleich bis um acht Uhr früh - ¡Dios mio! Wie passend ;)

Die versammelte Götterschaft

 

Die Göttinnen

  Die Götter

 

Und die gesammelten Albernheiten

 

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